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Der Tod ist bitter - der Ruhm ewig
ISBN 9783833492013
Verlag: BOD, 2007
Elvis Presley starb der Völlerei entsprechend auf dem Klo und der Trottel auf dem französischen Thron, Karl VIII., knallte gegen einen Türpfosten, die Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt wurde ermordet. Unzählige Jagdunfälle, hinterlistige Giftmorde und auch tragische Unglücksfälle durch Dusseligkeit durchziehen die Historie.
Wir durchstreifen die Geschichte von Maria Stuart unterm Henkerbeil bis Uwe Barschel in der Badewanne, von John F. Kennedy, den es mit einem Versandhausgewehr traf, bis zu Antoine de Bourbon, der beim Pinkeln erschossen wurde. Papst Johannes XII. wurde beim Koitus erstochen, Anna Karenina von einer Dampflok überrollt und Wilhelm der Eroberer fiel von seinem Gaul. Der erste Welfe auf dem englischen Thron, Georg I., kotzte seine Karosse voll und erlag dann einem Schlaganfall.
Wir hören von unter den Tisch getrunkenen Königen, enthaupteten Piraten, aufgehängten Bösewichtern, aufgespießten Rittern. König Gustav III. von Schweden traf es beim Maskenball in der Oper, Abraham Lincoln im Theater und Johanna von Niederbayern im Schlafzimmer, wo sie von Hunden zerrissen wurde. Und nicht nur der Verkehr auf den Straßen kann tödliche folgen haben, auch der in den Betten Liebe macht nicht nur blind, sondern kann auch tödlich sein.
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Die Europäer
Was sie voneinander halten und was sie voneinander wissen
ISBN: 3831121931 Verlag: BoD, 2001
Vorurteile gab es immer: Die Portugiesen seien stolze, ignorante Patrone und das unsauberste Volk; die Deutschen, mit ihrer angeborenen Anständigkeit und Schicklichkeit, seien geistig träge und frönen der Trinksucht; auch die Dänen können sich nur vollaufen lassen; alle Holländer seien groß und langsam, sie waschen ihre Straßen, aber in ihren Eß- und Trinkgewohnheiten seien sie Ferkel; die Spanier seien faul, priesterbeherrscht und allen Lastern ergeben, sie putzen ihre Zähne mit Urin und bei ihnen gingen Religion, Liebe und Grausamkeit die furchtbarsten Mischungen ein; die Ungarn seien wild und sie fuchteln mit den Armen, wenn sie trinken; die Franzosen seien geizig mit ihrem Sperma, nicht aber mit ihrem Blut; die Engländer haben sich in ihrem Inselreich nie sicher gefühlt, und der Kanal ist ihnen immer zu schmal vorgekommen - vielleicht lassen sich deshalb so viele Engländer den Kanal vollaufen; jeder hält die Schotten für geizig; von den Italienern könne man nur die Kunst des Giftmischens und der Sodomie lernen, überdies seien sie unmännliche Lautenspieler...
Europäische Geschichte ist nicht nur eine Abfolge von politischen Ereignissen, von herausragenden Persönlichkeiten "initiiert und gelenkt", mit langer kriegerischer Tradition, sondern stets war das Verhältnis der Nationen zueinander von Mißtrauen und Konkurrenz, die Meinung über die Nachbarn von Neid und Eifersucht geprägt. Deshalb geht es hier nicht nur um Karolinger und Normannen ( den schmutzigsten Geschöpfen Gottes), um Eroberer und Maurentöter, es geht auch nicht nur um berühmte Namen wie Metternich, Napoleon oder Maria Theresia, die in ihren knöchellangen Kleidern mutig um ihr Schlesien kämpfte, sondern es geht auch um anonyme Kunstfurzer und ausgesungene Kastraten, um ungewaschene Könige, pinkelnde Prinzen und den kleinen Mann mit der leeren Tasche.
Die Metapher vom "europäischen Haus" zeigt sehr unterschiedliche Bewohner: Der Franzose in der Beletage, ein Holländer ohne Vorhänge vor den Fenstern, ein stolzer Spanier mit gehöriger Selbsttäuschung, Schotte und Engländer in Scheidung, der Grieche mit Wut im Bauch über den Türken nebenan, ein Krach machender Baske und ein polnischer Rentner, der sich fragt, wann es denn die Tagesschau mit polnischen Untertiteln gibt. Und rechts neben dem Eingang wacht ein Deutscher als Hausmeister, der zur korrekten Mülltrennung und ökobewußter Klospülung anhält.
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Wer raucht kriegt Prügel
Geschichte der Genussmittel
ISBN: 3895017981
Verlag: Rita G. Fischer, 1999
In Zürich durften Raucher 1661 noch "mit Ruthen aussgehauen" werden. In England wurden auf Geheiß König Jakobs, des schwulen Sohnes von Maria Stuart, Raucher durchgeprügelt, Sir Walter Raleigh gar geköpft. In Rußland ließ Zar Michael mit Peitschen schlagen, in Persien Abbas der Große den Rauchern Nasen und Lippen abschneiden und Schah Safi ihnen sogar flüssiges Blei in den Hals gießen. Es hat alles nichts genützt.
Es geht in diesem Buch nicht nur um Prügel und auch nicht nur um Raucher. Es geht um die Suche der ersten Eroberer nach Ruhm und Reichtum, die schließlich Rohstoffe, Gewürze und unbekannte Früchte zu neuen Handelsgütern in Europa machten. Der "Entdeckung" des einstigen Garten Eden durch Kolumbus ist es zu verdanken, daß der moderne Mensch heute weder Spinnen im Schrank noch Maden auf dem Teller mag und die EU sich im Bananenkrieg mit den USA befindet. Neben den populären Bananen spielen hier der Zucker, der Tabak und der Kaffee die Hauptrollen, beleuchtet wird aber auch die erstaunliche Karriere der Kartoffel, die Erfolgsgeschichte des Kakaos und des obligaten Pfeffers.
Warum ließe sich mit einem Asiaten über den Verzehr einer Riesenspinne reden, wohingegen ihn beim Anblick eines Glases kalter Kuhmilch Übelkeit überkäme? Warum geht eine undefinierbare Fleischpampe mit ungewissem Inhalt, die eine große Imbißkette anbietet, tonnenweise in zahlreiche Verdauungstrakte, während getrocknete Schwalbennester zumindest in Europa verschmäht werden, obwohl sie die Potenz steigern sollen, was für Europäer sicher von Wichtigkeit wäre? Denn Viagra hilft nicht immer. Warum lehnen Hindus den Genuß von Rindfleisch ab? Und aus welchem Grund ekeln sich Juden und Moslems vor dem Verzehr von Schweinefleisch ebenso sehr, wie Amerikaner vor geschmorter Ratte? Warum ekeln wir Europäer uns vor einem Glas schönen, kalten Kuhspeichels? Immerhin werden Ratten in 42 Gesellschaften der Welt verzehrt, und Kuhspeichel ist bei den Chinesen eine Delikatesse. Außerdem gibt es Ratten genug in Hamburg.
Keine Angst: Hier wird nicht noch einmal die Entdeckungs- und Eroberungsgeschichte der Neuen Welt erzählt, sondern es geht hier in erster Linie um den Wandel vom mittelalterlichen Tandler zum Händler, vom Händler zum Nahrungsmittelkonzern, um die Auswirkungen der neuen Waren und Produkte auf die Ernährungsgewohnheiten der Europäer. Hinterfragt wird unser nachlässiges Gedächtnis und die fahrlässige Gewohnheit, Produkte zu konsumieren, die wir nicht erarbeitet, sondern nur durch piratenhaften Handel erworben haben. Nicht zuletzt geht es auch um das Reizwort "Globalisierung".
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Wir haben keine Angst Mr. President
Kuba lebt
ISBN: 3922611273
Verlag: Libertäre Assoziation, 1985
Diese Auflage ist vergriffen. Die aktualisierte Neuauflage "Kuba" ist im Frühjahr 2003 erschienen (siehe unten).
Wer versucht, mit den Menschen in der 3. Welt solidarisch zu sein, wer den Ursachen ihres Elends nachgehen will, wird erfahren, daß die Hauptursachen für Hunger und Ausbeutung in der 3. Welt bei uns selbst liegen. In sofern kann dieses Buch nicht nur Reisebericht sein, es ist ebenso eine detaillierte Aufzeichnung von geschichtlich-politischen Zusammenhängen.
Entdeckungsgeschichte, Sklaverei, Umwelt und Kultur sind ebenso Stichworte wie IWF, OAS und CIA. Von der Monroe-Doktrin und dem Miami-Pakt ist ebenso die Rede wie von den zahlreichen Aggressionen gegen Kuba und der Reihe der US-Präsidenten - von Jefferson, der schon 1805 gesagt hat "Cuba wäre für unser Staatensystem die günstigste Erwerbung", bis zu Reagan, der diese Politik in der ihm eigenen Art fortgesetzt hat. Die Kubanische Revolution jedoch hat sich bisher erfolgreich gegen diese Politik zur Wehr gesetzt.
Die Kubanisch Revolution ist für mich bis heute die schönste Absage an die fatalistischen Theorien der Geschichte, die die unterdrückten Menschen und die "unterentwickelten" Länder dieser Erde auf immer zur Machtlosigkeit zu verurteilen scheinen.
Einstimmung: Es war einmal eine Negerfamilie mit vielen Kindern. Sklaven, Hunger, Armut. Der Vater wußte nicht mehr, wie er die große Familie satt bekommen sollte. Hoffnungslosigkeit. Elende Armut. Not.
Als die Not am größten war, nahm der Vater seinen hübschesten Sohn, den er am liebsten hatte, und sagte zu ihm : "Mein Sohn, morgen werden wir Essen besorgen. Und du kommst mit! "Und am nächsten Morgen zogen beide los, der Küste entgegen, und der Sohn schwieg eine Weile und fragte dann: "Wie sollen wir denn Essen bekommen?" Und der Vater antwortete: "Mein Sohn, ich werde dich verkaufen, dann kann die Familie essen."
Und als sie ankamen an der Küste, wo die Weißen mit den Schwarzen Geschäfte machen, da tat der Sohn zuerst seinen Mund auf und verkaufte den Vater.
Aber hier ist die Geschichte noch nicht zu ende. Als der Sohn heimkam, und die Familie den Sohn allein sah, wunderten sich alle. Und alle sahen das viele Essen: das Brot, die Früchte und das Fleisch. Aber die Mutter fragte: "Wo ist Vater? Du kommst allein zurück. Wo ist Vater? Du hast ihn verkauft, kriminell! Du verkaufst deinen eigenen Vater."
Und der Sohn bekam seine Strafe. Er wurde ebenso verkauft und die Familie hatte doppelt zu essen. Und alle lachten.
Diese Geschichte kann niemand verstehen, der nicht selbst ein Sklave war.
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Der Teufel trifft den dummen Amerikaner
ISBN: 3831137145
Verlag: BoD, 2002
Amerikaner haben sich immer als einzigartig empfunden, als auserwählte Nation. Hinzu kommt der beinahe religiöse Glaube an die Technik. Aus diesen Elementen entsteht die Mission, das Sendungsbewußtsein, mit dem Amerikaner auftreten und sagen: Wir haben alles richtig gemacht, wir sind großzügiger, demokratischer, gerechter wir sind besser als der Rest der Welt."
Diese selbstgerechte Denkweise hat auch George W. Bush, der es schlicht auf die Formel bringt: "Unsere Nation ist großartig, das beste Land auf dem Antlitz der Erde." Der Columbia-Professor David Rothkopf fügt prahlend hinzu: "Die USA sollten nicht zögern, ihre Werte zu propagieren von allen Völkern in der Geschichte der Welt sind die Amerikaner die gerechtesten und tolerantesten, ihr Modell ist das beste für die Zukunft."
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Kuba
ISBN: 3831146888
Verlag: BoD, 2003
Wenn wir unseren geheimen Sehnsüchten nachspüren, segeln wir durch einen Archipel im Korallenmeer und landen in einer sanften Dünung in weißem Sand. Eine kleine Insel mit Palmen und bunten Vögeln. Und die Früchte können wir mit den Händen greifen.
Jeder Mensch braucht Inseln. Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies führen unsere Träume uns immer wieder auf Inseln. Wie die Inseln in der Karibik, die dem Ideal unserer Vorstellungen sehr nahe kommen.
Kolumbus, der erste europäische Abenteuer-Tourist, hatte sich versegelt und glaubte Indien gefunden zu haben. Die Antillen-Insel Kuba, an der Kolumbus vor mehr als 500 Jahren eher aus Zufall gestrandet ist, hat quasi die ganze Welt verändert. Alle haben sich für sie interessiert, man hat sie erobert, bekämpft, vernachlässigt, und sie ist bis zum heutigen Tage im Gespräch. Für die einen die Ausgeburt der Hölle, der letzte sozialistische Pfeil im blutenden Herzen des Kapitalismus, für die anderen ein Synonym für Sonne, Strand und coole Drinks - so hat man sich immer das Paradies vorgestellt.
Jeder, der einmal in Havanna war, hat das Gefühl, es unbedingt schaffen zu müssen, wieder dorthin zurückzukehren, so wie Garcia Lorca sich in Havanna verliebt hatte, wo er alt werden wollte. Havanna, die Hauptstadt der Träume; Havanna, ein name wie ein Zauberwort, La Habana, die Krone der Antillen. Wenn die Sehnsucht nach Havanna eine Art Virus wäre, so kann man damit wahrlich leicht infiziert werden. Diese unvergleichliche Nacht der Tropen, die samtene Luft, dieser ungewohnt hohe und blaue Himmel - es ist wirklich nicht zu vergleichen mit dem Himmel über St. Pauli.
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Die Welt steht Kopf
Geschichte(n) für Kinder
ISBN: 3833004797
Verlag: BoD, 2003

"Ist jemand so dumm, glauben zu können, daß es auf einer unteren Seite der Erde Menschen gibt, die mit ihren Füßen nach oben und die Köpfe herunterhängend spazierengehen, daß all die Dinge umgedreht sind, daß es eine Erdhälfte gibt, wo die Bäume nach unten wachsen, wo es aber nach oben regnet, schneit und sogar hagelt?"
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